Radwoche Gardasee - Trentiner Täler

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Wir waren wieder ein paar Tage auf einer Radreise der Firma Berr. Diesmal hatten wir ein Standquartier in Rovereto (bei Trient). 

Mit dem Bus wurden wir täglich zu einem anderen Startpunkt gebracht und am Endpunkt der Tagestour wieder abgeholt.

Das Wetter war die ganze Zeit prächtig, das Hotel und die Verpflegung gut, sodaß alle 32 Teilnehmer sehr zufrieden waren.

Von meinen etwa 350 Fotos habe ich 93 für diesen Internetbericht ausgewählt.

Die nachstehende Beschreibung entspricht dem Originalangebot der Firma Berr mit ein paar persönlichen Ergänzungen.

1. Tag: Anreise und Radtour Kalterer See - Trento (ca. 54 Km)

Anreise mit dem Bus über die Brennerautobahn bis zum Kalterer See. Von hier aus steigen Sie auf Ihre Räder und radeln entlang des Etsch-Radweges. Auf dem Flussdamm abseits der Schnellstraße lässt es sich bequem bis ins Weinparadies Trentino radeln. Im historischen Trento angekommen lockt die Altstadt und lädt zu einem abendlichen Stadtbummel ein. Danach Bustransfer zum Hotel. Abendessen und Übernachtung.

Am Etschradweg geht es fast ständig ganz leicht fallend am Fluß entlang. Allerdings war die Fahrt wegen eines kräftigen Gegenwindes doch anstrengend.

2. Tag: Valsugana (ca. 50 Km)

Heute bringt Sie unser Bus zuerst vom Hotel in Rovereto bis nach Calceranica. Auf wenig befahrenen Nebenstraßen und Radwegen geht es ostswärts entlang des Brentaflusses bis nach Novaledo. Nun folgen Sie in einigen Windungen am Berg, der im Süden das Valsugana abgrenzt. In Borgo angelangt, führt Sie ihr Weg durch antike Laubgänge und weiter durch die malerische Landschaft bis in das geschützte Gebiet der Ortschaft Bigonda. Nachdem Sie die Orte Selva und Grigno passiert haben, gelangen Sie durch kleine Waldhaine und Felder bis nach Tezze. Sie fahren nun auf dem rechten Brentaufer bis in den Ortsteil Pianello, wo der Radweg endet. Bustransfer. Abendessen und Übernachtung.

Der Radweg entlang des Brentaflusses ist großteils neu angelegt, leicht fallend, nur kurze Steigungen dazwischen und großteils weit weg vom Autoverkehr. Am Ende lockte noch ein Augustiner-Biergarten. Das war eine sehr schöne Tour.

3.Tag: Rovereto - Riva del Garda – Arco – Toblino-See (ca. 54 Km)    

Noch heute kann man in der Altstadt von Rovereto den starken venezianischen Einfluss erkennen und in verschiedenen Bauten wiederfinden. Sie folgen dem Etsch-Radweg über den Staudamm von Mori bis nach Torbole, einer Küstenstadt des Gardasees. Entlang des nördlichen Ufers gelangen Sie nach Riva del Garda, dessen Wahrzeichen der leicht schiefe Torre Apponale ist. Nach einem Aufenthalt in Riva del Garda verlassen Sie am Nachmittag den Gardasee und fahren vorbei an den Ortschaften Arco, Dro und Pietramurata bis zum Toblino-See. Die sanften Hänge mit dem üppigen Pflanzenwuchs und die schroffen Felswände im Hintergrund bilden eine ausgesprochene romantische Landschaft.

Diese Tour enthielt auch einige Steigungen. Der Radweg zwischen Arco und dem Toblino-See war teilweise noch im Bau. Das Abendessen gab es in historischem Rahmen auf der alten Burg Noarna.

4. Tag: Peschiera - Mantua (ca. 46 Km)   

Nach dem Frühstück steht heute zuerst ein Bustransfer nach Peschiera am südlichen Gardasee an. Von hier aus radeln Sie entlang des Mincio-Flusses, der den Gardasee entwässert, bis nach Mantua. Diese kleine mittelalterliche Stadt hat ein bezauberndes Stadtflair. Hier befindet sich die einzige Fürstenresidenz der Gonzaga-Familie. Nach einem Aufenthalt in Mantua bringt Sie unser Bus wieder zurück in Ihr Hotel. Abendessen und Übernachtung.

Der Fluß Mincio ist beim Ausfluß aus dem Gardasee rcht wasserreich. Durch Wasserentnahmen in der Po-Ebene zur landwirtschaftlichen Bewässerung wird er nach und nach zu einem kümmerlichen Rinnsal im Betonbett. Der Radweg wird in der Po-Ebene auch immer langweiliger, aber Mantua ist wieder sehr interessant. Der Besuch in einer Grappa-Destillerie brachte wieder alle in gute Laune.

5. Tag: Val di Sole - Heimreise (ca. 35 Km)

Der Bus bringt Sie in das nordwestlich gelegene Cogolo. Der Ort liegt am Fuße des 3500 m hohen Vioz. Von hier aus geht es bergab bis nach Pellizzano, wo sich die schönste Kirche des Soletales befindet. Weiter verläuft der Radweg gesäumt von Feldern und Wiesen nach Dimaro. Nach wenigen Kilometern erreichen Sie Male, den Hauptort des Val di Sole, der auf einer sonnenreichen Hochebene liegt. Sie folgen dem neuen Radweg entlang des Flusses Noce bis nach Cles. Hier endet Ihre Radtour durch die Trentiner Täler. Die Fahrräder werden im Bus verstaut und Sie treten Ihre Heimreise an.

Auf dieser Strecke geht es etwa 600 Höhenmeter teilweise rasant bergab, dazwischen gibt es aber auch immer wieder heftige, jedoch kurze Anstiege. Landschaftlich ist die Tour sehr schön.

Es war insgesamt eine sehr schöne Radelwoche, bei der eigentlich alles gepasst hat.

Vielen Dank an den Busfahrer Eugen und den Radlführer Jürgen.


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