Gabriel Cramer (1704-1752)

Sohn eines Arztes, wurde in seiner Heimatstadt Genf ausgebildet. 1724 wurde für ihn und G. L. Calandrini (1703-1758) an der Akademie in Genf ein Lehrstuhl für Mathematik geschaffen.

 Während einer der beiden Mathematiker Vorlesungen hielt, begab sich der andere auf Bildungsreisen. So traf Cramer viele der führenden Mathematiker, mit denen er auch eine intensive Korrespondenz pflegte. Obwohl Cramer nicht zu den grössten Mathematikern seiner Zeit gehörte, hat er sich durch die Mitwirkung bei der Verbreitung mathematischer Ideen verdient gemacht.

 Cramer hatte viele Interessen und schreib über Rechts-und Staatsphilosophie als auch über Mathematikgeschichte. Neben seiner Arbeit als Professor bekleidete er öffentliche Ämter, beteiligte sich an Militär-und Rüstungsprojekten seiner Regierung, war Berater bei Instandsetzungsarbeiten an Kirchen und forschte in Kirchenarchiven.

 In seinem bekanntesten Werk „Introduction á l’analyse des lignes courbes algébriques“ (1750) widmete er sich der Untersuchung und Klassifizierte algebraische Kurven; die Cramersche Regel erschien im Anhang. Zwar war diese Formel im Grunde zur damaligen Zeit schon bekannt, jedoch hat Cramer wesentlich zur Vereinfachung und Verbreitung dieser Methode beigetragen und deswegen trägt sie heute seinen Namen.

Des weiteren veröffentlichte Cramer u.a. die Werke des Mathematikers Johann Benoulli, eine Abhandlung über das Weltsystem von. R. Descartes sowie den Briefwechsel zwischen Bernoulli und Leibniz.