Zur ordnungsgemäßen Abrechnung mit dem EVU wird der Lieferzähler gegen einen Zähler mit Rücklaufsperre ausgetauscht, und es wird ein weiterer Zähler zur Messung des Einspeisestromes eingebaut. Wenn es sich um einen modernen Zählerkasten handelt, ist der Platz für diese zwei Zähler bereits vorhanden; auf diese Weise entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Beim Betrieb der Anlage fallen prinzipiell keine Arbeiten an, interessant ist jedoch die Auswertung der Einspeisedaten. Die Daten werden vom Wechselrichter gesammelt, wobei jeder Hersteller ein eigenes System der Speicherung und Datenabfrage nutzt. In meinem Fall wird vom Wechselrichter "Sunny Boy" der Firma SMA nur die Summe der gelieferten Energie und die Anzahl der Betriebsstunden gespeichert. Andere Daten stehen nur online zur Verfügung, können also nur von einem PC abgefragt und abgespeichert werden, wobei in einem festgelegten Takt die Momentandaten über ein Netzmodem abgefragt werden.
Die Anzeige eines Abfrageprogramms sieht im Falle des "Sunny Boy" folgendermaßen aus:

Auf diesem Bild sind die Momentanwerte der Anlage (Upv-Ist = Modulspannung, Pac = Leistung und Iac-Ist = Wechselstrom) und die summierten Daten (E-Total = Gesamtenergie und h-Total = Betriebsstunden) abzulesen.
Zusätzlich zu dieser Anzeige kann eine Datenaufzeichnung aktiviert werden, bei der vom PC die Momentandaten in eine Datei geschrieben werden. Diese Daten lassen sich dann z.B. unter Verwendung von Excel grafisch darstellen.
Eine Datenkurve für einen sonnigen Sommertag mit einigen Wolken sieht beispielsweise folgendermaßen aus:

| Kontakt: Jörg Böttge | zurück zur Startseite | Stand: 16.07.2000 |