Der Bau der Anlage


Nachdem der Entschluß zum Bau der Solarstrom-Anlage gefallen war, holte ich ein Angebot ein und gab anschließend den Bau in Auftrag. Aufgrund der Lieferzeiten bei den Solarmodulen konnte die Installation erst im August 1997 durchgeführt werden. Die Anlage wurde von der Firma Chiemsee Solar gebaut, und zwar von zwei Personen innerhalb von eineinhalb Tagen. Unter optimalen Bedingungen wäre wahrscheinlich auch ein einziger Tag für die Installation ausreichend.

Der Zeitaufwand für den Aufbau einer solchen Anlage ist sehr stark von der Befestigungs- und Verdrahtungstechnik abhängig, und nach Aussage eines Geschäftsführers der Installationsfirma erlaubt das von der Freiburger Solarfabrik bei ihren Modulen verwendete Installationsmaterial eine zügige Arbeitsweise.

Die Installation ging folgendermaßen vonstatten:
 
Sparrenbefestigung Zunächst wurde aufgrund der örtlichen Gegebenheiten, insbesondere der Lage der Sparren, die optimale Position für die Anlage festgelegt. An den Sparren werden nämlich spezielle Winkel befestigt, welche die Querträger und damit letztendlich die gesamte Anlage mit einem Gewicht von ca. 150 kg tragen. Die Winkel sind so konstruiert, daß die Dachziegel wieder ganz normal aufgelegt werden können und damit die Dichtheit des Daches gewährleistet ist. Bei einigen Dachziegeln war es erforderlich, die Nasen zu entfernen, um die Planlage der Ziegel zu ermöglichen.
An den Querstreben wurden die Längsträger befestigt. Deren Länge wird so gewählt, daß sie nach Montage der Solarmodule von diesen vollständig bedeckt sind und nicht hervorstehen. Tragrahmen
Detail Rahmenhalter Die verschiedenen Befestigungselemente bieten genügend Spielraum bei der Befestigung, so daß alle Teile genau ausgerichtet werden können. Detail Rahmenhalter
Erste Module Die ersten Solarmodule sind auf dem Dach. Sie werden erst mal probehalber aufgelegt und durchgemessen.
Detail Modulhalter

Die erste Modulreihe

Die Befestigungselemente für die Solarmodule werden an den Längsträgern angeschraubt. Die Elemente sind so gestaltet, daß sie zwei Module gleichzeitig halten können: in der unteren Schiene liegt die Oberkante des einen Moduls, in der oberen Schiene die Unterkante des darüberliegenden Moduls. Auf diese Weise liegt die Kante des oberen Moduls etwas über dem unteren Modul, und da die Module rahmenlos sind, kann z.B. Schnee gut abrutschen. Außerdem wird das eine Modul nicht durch das andere beschattet. 

In die Schiene wird noch eine Gummilippe eingelegt, die den Modulen etwas Spiel zum ausdehnen gibt. 

Ein Modul wird von insgesamt vier Befestigungselementen gehalten.

Detail Modul im Halter

Detail Befestigung des Modulhalters

Die linken drei Module in der vertikalen Reihe sind schon befestigt und verdrahtet. Auf der Rückseite des Moduls rechts vorne kann man einen Verdrahtungskasten erkennen. Alle Module werden in Reihe geschaltet. Die nächste Reihe
6 Module Nachdem die erste Längsreihe fertig war, ging die Befestigung der restlichen Module recht rasch voran.  Das letzte Modul
Dachdurchführung Über einen Entlüftungsziegel werden die zwei Kabel der in Reihe geschalteten Module unter die Dachziegel und von dort bei einem Dachüberstand durch die Dachverschalung zum Hauptschalter geführt (siehe unten).
Der Wechselrichter ist an einer Außenwand direkt unter dem Dach angebracht. So bleiben die Kabelwege kurz, und das Gerät ist vor Witterungseinflüssen geschützt. Von links oben im Bild kommt das Kabel von den Solarmodulen und läuft durch einen Hauptschalter, der bei Wartungsarbeiten den Wechselrichter von den Modulen trennt und ein Abdecken der Module überflüssig macht. Vom Hauptschalter geht es weiter zum Wechselrichter und von dort durch die Außenwand ins Hausinnere. Hier führt die Leitung direkt zum Einspeisezähler, damit der gesamte erzeugte Strom in das öffentliche Netz eingespeist werden kann. Hauptschalter und Wechselrichter
Mit der oben beschriebenen Verdrahtung war die Installation abgeschlossen. Außer dem Einbau eines Einspeisezählers im Zählerkasten durch die Isar-Amper-Werke waren keine weiteren Arbeiten am Hausnetz erforderlich. 


Kontakt: Jörg Böttge zurück zur Startseite Stand: 29.07.2000